PHILOSOPHIEREN IM DIALOG: DAS RICHTIGE FÜR SIE?

 

Die Gründe, die jemanden zu einem philosophischen Dialog-Gespräch bewegen, können vielfältig sein. Hier einige Beispiele, wann ein solcher Dialog sinnvoll für Sie sein kann.

  

Wo bin ich, und wo will ich hin?

Vielleicht möchten Sie Ihre aktuelle Lebenssituation einmal grundsätzlich überdenken, ohne dass Sie gezwungen sind, sehr rasch etwas zu verändern. In diesem Fall können wir gemeinsam schauen, wo Sie sich derzeit befinden, wohin Sie wollen und welche Wege Sie Ihrem Ziel – sofern es denn ein erstrebenswertes Ziel ist – näherbringen.

 

Was soll ich tun?

Möglicherweise stehen Sie vor einer Entscheidung, von der die Gestalt Ihres weiteren Lebens abhängt; sei es eine private, eine berufliche oder eine sonstige Entscheidungssituation. In diesem Fall stellt sich Ihnen die ethische Grundfrage: „Was soll ich tun?“ ganz praktisch – und es kann hilfreich sein, das Für und Wider der möglichen Alternativen geistig durchzuspielen.

 

Philosophieren als Sorgen für die Seele

Ihr Leben wird momentan von einem existenziellen Erlebnis überschattet: von Krankheit oder Tod, von Trennungsschmerz oder von einem unbestimmten Gefühl des Unbehagens, über das Sie nichts Genaueres wissen. Ich hoffe, ehrlich gesagt, dass dem nicht so ist. Wenn es aber der Fall sein sollte, dann kann ein philosophisches Zweiergespräch seelsorgerisch wirken: Dies aber nicht im religiös-konfessionellen Sinne, sondern eher im Sinne des griechischen Philosophen Sokrates, dessen zahlreiche Dialoge von seinem Schüler Platon in kunstreicher Form aufgeschrieben worden sind. Für Sokrates war Philosophieren im Kern ein „Sorgen für die Seele“: also keine dogmatische Belehrung, sondern der Versuch, das geistige Wohlbefinden selbst noch in existenziellen Lebenslagen zu fördern.

 

Philosophische Wegbegleitung

Es kann natürlich auch sein, dass Sie schlicht und einfach gern philosophieren: sei es aufgrund Ihres Naturells, sei es aus purer Bildungslust oder aus Freude an Gedankenreisen. Nun ist aber eben nicht immer gleich ein Gesprächspartner da, so dass Sie sich gezwungen sehen, alles mit sich selbst in einer Art innerem Monolog auszumachen; wobei dies leider oft zu einer gewissen Verengung des Blicks führt, weil die behutsame Korrektur von Außen (also das heute oft so genannnte 'Feedback') fehlt. Wenn Ihnen das Gespräch zu zweit in einer solchen Situation als sinnvolle Form der geistigen Auseinandersetzung erscheint, dann bietet der Philosophische Dialog dazu eine sehr gute Gelegenheit.

 

Bitte beachten Sie: Philosophische Dialoge können, je nach konkretem Anliegen, durchaus beratende Aspekte haben. Sie dürfen aber nicht mit Psychotherapie verwechselt werden! Sollten Sie sich in psychotherapeutischer Behandlung befinden, so kann Ihr Therapeut Sie beraten, ob das philosophische Gespräch für Sie eine sinnvolle Ergänzung zur Psychotherapie darstellt.

 

 

"Der edle Mensch befasst sich hauptsächlich mit Philosophie und Freundschaft." 

(Epikur)

 

 

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© Dr. Thomas Rolf (2017)